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Hormonspirale

Reines Gestagenpräparat. Aus einem Reservoir einer Spirale wird 5 Jahre lang kontinuierlich ein Hormon freigegeben. Sie bietet somit eine ideale Kombination zwischen Kupferspirale und der sicheren Verhütung von reinen Gestagenpräparaten, wobei allerdings durch die lokale Abgabe nur geringste Hormondosen in den Körper gelangen, sodass der Eisprung nicht unterdrückt wird. Dadurch unterscheidet sie sich in ihrer Wirkung grundsätzlich von der Kupferspirale: Der Schleimpfropf im Gebärmutterhals verdickt sich und wirkt so als Barriere für Samenzellen, ebenso wird die Beweglichkeit der Samenzellen eingeschränkt. Zu guter Letzt wächst die Schleimhaut der Gebärmutter im monatlichen Zyklus nur gering, daher kann sich eine Eizelle nicht mehr einnisten.

Die Monatsblutungen werden wesentlich leichter (dauern meist 1-2Tage) oder evtl. seltener, ca. 25% der Frauen haben überhaupt keine Monatsblutung mehr. Daher hat diese Anwendung einen besonders guten therapeutischen Effekt bei Frauen mit starken oder schmerzhaften Regelblutungen, wie sie häufig bei Myomen gesehen werden, aber auch bei unregelmäßigen und länger dauernden Zwischenblutungen, die oft typischerweise im beginnenden Wechsel auftreten.

Neben dem geänderten Blutungsverhalten sieht man zu Beginn als häufigste Nebenwirkung eine unreine Haut bzw. leichte Akne. Diese Beschwerden sowie Zwischenblutungen treten hauptsächlich in den ersten 3 Monaten auf.

Die Hormonspirale sollte so wie die Kupferspirale während der Menstruation in die Gebärmutter eingelegt werden.

Der Pearl Index beträgt 0,1 (von 1000 Anwenderinnen wird eine Frau innerhalb eines Jahres schwanger).

Die Hormonspirale ist besonders für Raucherinnen ab 35 geeignet, die womöglich schon entbunden haben, die unter stärkeren oder schmerzhafteren Monatsblutungen leiden und die ihren Körper nur einer geringen Hormonbelastung aussetzen möchten. Die Anwendung ist gewichtsneutral und sicherer als die Kupferspirale. Sie kann auch während der Stillzeit verwendet werden.