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Geburt

Abhandlungen zu den Themen „Geburt“ und „Stillen“ würden den Umfang meiner Homepage bei weitem sprengen. Ich muss mich hier auf wenige Zeilen beschränken und verweise auf einschlägige Literatur. Broschüren zu diesen Themen erhalten Sie auch in der Ordination.

Zeichen einer beginnenden Geburt sind

   - eine zunehmend regelmäßige Wehentätigkeit. Die unregelmäßigen Vorwehen gehen allmählich in die Eröffnungswehen über
   - der Gebärmutterhalsbereich wird weicher, nachgiebiger, dehnbarer, verkürzt sich und beginnt, sich zu eröffnen. Ein Anzeichen dafür ist oft das sogenannte
   - „Zeichnen“, darunter versteht man den Abgang eines blutigen Schleimpfropfs aus dem Gebärmutterhals
   - Blasensprung. Natürlich ist auch dieser als Zeichen der beginnenden Geburt zu verstehen. Er tritt meist allerdings zu einem späteren Zeitpunkt der Geburt auf, wenn der Muttermund bereits einige Zentimeter geöffnet ist. Er kann aber auch ohne wesentliche Wehen auftreten bzw. diesen überhaupt vorausgehen.
Wichtig: Liegendtransport wegen Gefahr des Nabelschnurvorfalls !!!


Die Eröffnung des Muttermundes, der aus der Verkürzung des Gebärmutterhalses entsteht,  beginnt durch mehr oder weniger regelmäßige Wehentätigkeit und ist mit der vollständigen Eröffnung des Muttermundes abgeschlossen – der Muttermund ist dann „verstrichen“ .
Während dieser Eröffnungsphase wird von der Hebamme immer wieder ein CTG geschrieben und durch regelmäßige Messung des Muttermundes und Kontrolle des tiefertretenden Kopfes der Geburtsfortschritt überwacht.
Durch das CTG (Cardiotokogramm) werden kindliche Herzfrequenz und Wehen der Mutter abgeleitet und auf einem Papierstreifen ausgedruckt. Durch Herzfrequenz und Kurvenverlauf des CTGs gewinnt man gute Rückschlüsse über die Vitalität bzw. den Gefährdungsgrad des Kindes durch Sauerstoffmangel.
Die Eröffnungswehen können sehr schmerzhaft sein (siehe Kapitel „Geburtsschmerz“) insbesondere bei Erstgebärenden.

Mit Zunahme der Muttermundseröffnung steigt auch die Wahrscheinlichkeit des Blasensprunges.

Die zweite Phase der Geburt nennt man Austreibungsperiode, sie beginnt nach vollständiger Eröffnung des Muttermundes und endet mit der Geburt des Kindes. Ein Charakteristikum ist, dass die Geburt nicht nur von den Wehen der Gebärmutter allein vorangetrieben wird, sondern auch von den Presswehen, die durch die Rumpf- u. Bauchmuskulatur erzeugt werden. Die Frau kann und soll nach Anleitung der Hebamme aktiv mitpressen. Presswehen können jederzeit willkürlich in Gang gesetzt werden, ab einer gewissen Tiefe des kindlichen Kopfes werden sie jedoch reflektorisch ausgelöst.
Das CTG wird jetzt kontinuierlich aufgezeichnet, da die Austreibungsperiode die größte Belastung für Ihr Kind darstellt.

Nach der Geburt des Kindes erfolgt die Abnabelung und Übergabe an die Mutter. Anschließend wird das Kind gebadet und genau untersucht.

Für Sie beginnt die letzte Phase der Geburt, die Nachgeburtsperiode. Durch Nachwehen kommt es zum Ablösen den Mutterkuchens von der Gebärmutterwand.

Danach wird ein eventueller Dammschnitt bzw. –riss mit einigen Nähten versorgt