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Akupunktur

Die Akupunktur ist eine sehr alte Heilmethode aus China, die sich mittlerweile einen Fixpunkt in der Komplementärmedizin erobert hat. Die Wirksamkeit der Akupunktur mit seinem für die westliche Medizin schwer verständlichen philosophischen Gedankengebäude wurde lange Zeit mit Plazebo und Suggestion zu erklären versucht.
Erst in den letzten Jahren wurde mit verstärkter wissenschaftlicher Aufarbeitung begonnen. So war die Wirksamkeit der Akupunktur in der Geburtshilfe in Europa bis vor wenigen Jahren unbekannt.

Durch Nadelstimulation an genau festgelegten und definierten Hautbezirken, die mit inneren Organen durch bestimmte Bahnen (Meridiane) in Kommunikation stehen, erreicht man einen regulierenden Einfluss auf körperliche Funktionen.

Die Wirkung der Akupunktur lässt sich einerseits durch einen direkten Effekt auf Teile des Gehirns und Rückenmarks erklären, andererseits  durch Aktivierung bestimmter natürlicher Botenstoffe im Blut. Aber auch ein durchblutungssteigernder Effekt sowie ein direkter Effekt auf die Muskulatur im Sinne einer Tonusabnahme eines verspannten Muskels tragen zur heilenden Wirkung bei.

Ich setze Akupunktur hauptsächlich in der Geburtsvorbereitung ein. Sie sollte in der 36.SSW begonnen werden und in wöchentlichen Abständen zu jeweils 20 Minuten bis zur Geburt fortgesetzt werden. Folgende positive Wirkungen werden damit erzielt:

   - beruhigend und schmerzlindernd
   - der Muttermund geht leichter und schmerzärmer auf
   - die Geburtsdauer wird deutlich um mehrere Stunden verkürzt
   - die Wehen sind kräftiger und koordinierter, Wehenschwächen werden reduziert

Damit kann man bei der späteren Geburt Medikamente einschließlich Schmerz- und Wehenmittel einsparen, die mit Nebenwirkungen für Ihr Kind behaftet sein können. Verlängerte Geburtsverläufe einschließlich Geburtsbeendigung mittels Saugglocke oder Kaiserschnitt infolge Wehenschwäche oder Erschöpfung können damit positiv beeinflusst und oft verhindert werden.
Weitere Einsatzmöglichkeiten der Akupunktur in der Schwangerschaft: Schwangerschaftserbrechen und –übelkeit, Kreuz- und Kopfschmerzen, Beeinflussung der Kindslage (so kann eine Beckenendlage evtl. in eine Schädellage umgewandelt werden).