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Wechselbeschwerden

Die Wechseljahre bezeichnen den Übergang von der empfängnisfähigen Lebensphase der Frau zu jenem Lebensabschnitt, in dem eine Schwangerschaft nicht mehr möglich ist. Die Eierstöcke reduzieren allmählich ihre Hormonproduktion (Östrogene und Gestagene). Dieser Lebensabschnitt ist um das 45. bis 55. Lebensjahr angesiedelt, kann selten früher, aber auch später eintreten.
Die Symptome können sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Am Beginn stehen unregelmäßige Monatsblutungen mit verlängertem Zyklus oder länger andauernde Blutungen. In weiterer Folge können auftreten:

   - Hitzewallungen, Schweißausbrüche
   - Psychogene Beschwerden wie depressive Verstimmung, Schlafstörung, Reizbarkeit, Konzentrationsschwäche, Antriebslosigkeit, Weinerlichkeit
   - Vermindertes sexuelles Verlangen
   - Gliederschmerzen
   - Gewichtszunahme mit Zunahme des Fettanteiles im Bauchbereich
   - Trockenheit der Haut und der Augen
   - Urogenitale Beschwerden wie trockene Schleimhäute mit Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und ungewolltem Harnverlust


In diese ohnehin schon schwierige Zeit fallen oft auch weitere Probleme in der Familie (die Kinder verlassen das Haus und werden selbständig) und am Arbeitsplatz.

Zwei Verhaltensweisen sollte man zu dieser Zeit beherzigen:

1. Viel Bewegung in frischer Luft (Laufen, Spazieren)
2. Ernährung langfristig umstellen mit Reduktion von Zucker, Fett (Wurst, Butter) und Nikotin. Statt dessen mehr Obst und Gemüse (Soja) sowie für den Calciumhaushalt fettarme Milch und Käse.

Therapeutisch können Hormone, Naturheilstoffe (Traubensilberkerze, Soja, Rotklee) sowie Akupunktur und Homöopathie eingesetzt werden.

Besonders die Hormonersatztherapie ist in letzter Zeit ins Zwielicht der Medienberichte gerückt und wird von diesen oft sehr einseitig abgehandelt.

Grundsätzlich gilt: Bei sehr stark ausgeprägten Wechselbeschwerden einer Patientin führt therapeutisch kein Weg an einer Hormonersatztherapie vorbei. In solchen Fällen kann man Patientinnen über Lebenskrisen hinweghelfen.

Dabei gilt: So kurz wie nötig und so niedrig dosiert wie möglich!

Wenn Hormone weniger als 5 Jahre einsetzt werden,  besteht auch kein erhöhtes Risiko für Brustkrebs. Ab 5 Jahre Therapiedauer steigt das Risiko für Brustkrebs gering an, ab 10 Jahre deutlich.
Unter Beachtung dieser einfachen therapeutischen Grundsätze sowie eventueller Kontraindikationen (Erkrankungen, bei denen dieses Medikament nicht eingesetzt werden darf, wie z.B. Gefäßerkrankungen, Neigung zu Thrombosen, etc.) ist die Hormonersatztherapie eine sehr hilfreiche und effiziente Therapie.

Bei leichteren Formen haben sich Pflanzliche Produkte wie die Traubensilberkerze teilweise gut bewährt, eine sehr ausgeprägte Symptomatik kann man mit ihnen aber nicht wesentlich bessern. Hier hilft dann wie erwähnt nur die Hormonersatztherapie. So haben insbesondere Soja- und Rotkleeprodukte als Nahrungsergänzung die teils hohen bis euphorischen Erwartungen nicht ganz erfüllen können.